Die häusliche psychiatrische Fachkrankenpflege hat

folgende Hauptaufgaben:

 

Eine vertrauensvolle und tragfähige Pflegebeziehung aufzubauen

Da schizophren erkrankte Versicherte ihren Wahrnehmungen häufig nicht trauen können

und z. B. andere Menschen als bedrohlich wahrnehmen, fällt es ihnen sehr schwer, Hilfe

anzunehmen und Kontakte zuzulassen.

 

Sicherung / Begleitung der medikamentösen Behandlung

Ohne Hilfe ziehen sich die Versicherten meist sozial zurück, setzen Medikamente ab

und vermeiden Arztbesuche. Zudem ist der Arzt auf eine fachkompetente

Außenbeobachtung der Wirkung und möglicher Nebenwirkungen der Medikation

angewiesen.

 

Psychoedukative Arbeit mit den Versicherten

in der der Versicherte – gerade wegen seiner Selbstentfremdung – lernt, Krankheits- und

Krisensymptome einzuordnen, Hilfen anzunehmen, auslösende

Belastungssituationen zu meiden etc.

 

Hilfen zum angemessenen Umgang mit der Erkrankung

Diese bezieht sich sowohl auf den Versicherten, als auch auf die Angehörigen.

Aufgrund der Schwere der Erkrankung und der damit verbundenen Verhaltensveränderungen und Störungen der Beziehungsfähigkeit müssen auch

Angehörige beraten werden.

Andernfalls kann es zu Spannungen kommen, die wiederum krisenverschärfend

wirken können.

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In einer akuten Phase der Erkrankung müssen die Versicherten teilweise bei - für die

Behandlung oder für die Existenz - wichtigen Alltagshandlungen begleitet werden.

 

So kann z. B. bei einem Einkauf besser beobachtet werden, ob weiterhin paranoide

Ängste z.B. vor einem bestimmten Gebäude bestehen, als wenn die Situation mit dem

Versicherten lediglich rückblickend erörtert wird.

 

Zugleich muss während einer solchen Phase gesichert sein, dass der Versicherte

Nahrungsmittel zu Hause hat, schädlichen Alkoholkonsum meidet etc.

 

QUELLEN:

Gemeinsame Empfehlungen zur Umsetzung des Vertrages nach § 132a zur häuslichen psychiatrischen Fachkrankenpflege in Niedersachsen von:

AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen *)

BKK Landesverband Mitte, Siebstraße 4, 30171 Hannover

IKK classic, Tannenstraße 4b, 01099 Dresden *)

SVFLG als Landwirtschaftliche Krankenkasse *)

Knappschaft - Regionaldirektion Hannover *)

- BARMER GEK

- Techniker Krankenkasse (TK)

- DAK Gesundheit

- Kaufmännische Krankenkasse – KKH

- HEK – Hanseatische Krankenkasse

- HKK

Gemeinsamer Bevollmächtigter mit Abschlussbefugnis:

Der Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), Berlin, vertreten durch den Leiter der Landesvertretung Niedersachsen, gleichzeitig handelnd für die Landesverbände der gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen unter Mitwirkung der Niedersächsische Arbeitsgemeinschaft Ambulante Psychiatrische Pflege des Landesfachbeirat Psychiatrie Niedersachsen

Vera Kropp

Brigitte Harnau

Helmut Frauenheim

Wilfried Kanngießer

 

*) in Wahrnehmung der Aufgaben eines Landesverbandes

 

 


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